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|  | Tsunami-Hilfsprojekt
Unterstützung einer Schule in Südindien
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|  | Weihnachten 2004 gingen die schrecklichen Bilder vom Seebeben im Pazifik um die Welt. Das furchtbare Leid der Menschen in Südostasien vor Augen wurde an unserer Schule von allen Seiten der Wunsch laut, zu helfen.
Wir haben uns damals entschlossen, ein langfristiges Hilfsprojekt zu entwickeln. Die Schulkonferenz hat sich dann einstimmig für die Unterstützung einer zerstörten Schule in Südindien entschieden. Die Schule liegt in Tamil Nadu an der Südküste Indiens.
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|  |  | | Chronologie der Ereignisse: |
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|  | Der Aufruf
Liebe Schülerinnen und Schüler, liebe Eltern, liebe Kolleginnen und Kollegen,
nach den Weihnachtsferien – die schrecklichen Bilder vom Seebeben und das furchtbare Leid der Menschen in Südostasien vor Augen – wurde an unserer Schule von allen Seiten der Wunsch laut, zu helfen. Wir haben uns damals entschlossen, uns Zeit zu lassen und ein langfristiges Hilfsprojekt zu entwickeln. Am 12. April hat nun die Schulkonferenz getagt und entschieden, welches Projekt unterstützt werden soll.
Es war von Anfang an Konsens, unsere Hilfe auf eine Schule oder auf ein Kinderheim zu konzentrieren und eine dauerhafte Partnerschaft aufzubauen. Der Schulkonferenz wurden fünf Projekte vorgeschlagen, favorisiert wurden die beiden Projekte, bei denen über E.I.-Schüler oder E.I.-Eltern ein direkter Kontakt zu Verantwortlichen vor Ort besteht. Dadurch wollten wir einerseits gewährleisten, dass unsere Hilfe direkt und kontrolliert ankommt und andererseits ein dauerhaftes Engagement erleichtert wird.
Die Schulkonferenz hat sich dann einstimmig für eine Schule in Südindien entschieden. Das Projekt wurde von Aloious Vaikathettu vorgeschlagen. Aloious ist Schüler der Jahrgangsstufe 13, er ist in Indien geboren und war im letzen Schuljahr einer unserer Schülersprecher. Die Schule liegt in Tamil Nadu im Kanyakumari-Distrikt. Verantwortlich vor Ort sind Schwestern des Ordens „Sisters of the Devine Saviour“, die seit 30 Jahren in dem Gebiet arbeiten. Zu den Ordensschwestern bestehen persönliche Kontakte von Aloious´ Familie. Dadurch ist eine gewisse Einflussnahme unsererseits gewährleistet.
Wir planen zwei große Aktionen für das Tamil-Nadu-Projekt:
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|  | 1. Aktion: Der Schnäppchenmarkt am 30. April 2005
Was wird gesammelt? Was wird angeboten?
Schöne Dinge! – Schnäppchen! Keinesfalls Esswaren, Möbel, lebende Tiere.
Verkauf
11.00 bis 14.00 Uhr in der Sporthalle, bei schönem Wetter im Schulhof
Kaffee und Kuchen
Die Eltern werden gebeten Kuchen zu spenden, die Schule sorgt für den Kaffee.
Wir würden uns über eine rege Beteiligung beim Schnäppchen-Markt (als Spender und/oder als Käufer) ganz besonders freuen! |
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2. Aktion: Sponsorenlauf am 11. Mai 2005
Für unser E.I.-Sportfest anlässlich des 60-jährigen Schuljubiläums am 11. Mai haben wir eine besondere Idee: Neben Sportturnieren aller Klassen wird ein Sponsorenlauf veranstaltet, bei dem alle Schülerinnen und Schüler mitlaufen sollen. Eltern, Lehrerinnen und Lehrer können natürlich mitlaufen. Die sportliche Leistung wird so mit einem guten Zweck verbunden, für den es lohnt, sich besonders anzustrengen. Die zurückgelegte Strecke wird für jeden Teilnehmer von selbst ausgewählten Sponsoren belohnt.
Die Schulkonferenz hat entschieden den Erlös des Sponsorenlaufs aufzuteilen: Die Hälfte soll in das „Hilfsprojekt Tamil Nadu“ fließen. Die andere Hälfte wird für das Projekt „Rollis-für-Afrika“ verwendet. Dieses Projekt wurde von Ulrike Wolf (Abitur 2002) vorgeschlagen. Wir helfen damit sozial engagierten Studentinnen und Studenten, die gebrauchte Rollstühle und Gehhilfen sammeln und so Hilfsbedürftige in Afrika unterstützen. Ein Part-ner ist beispielsweise die „Association des Handicapés du Sénégal“. |
|  | Sie können unsere Hilfsaktionen unterstützen, indem Sie Ihre Kinder/Enkel/Angehörige/Freunde mit einem „Rundengeld“ fördern (1 Runde = 400 m). Tragen Sie sich bitte auf die Sponsoring-Erklärung Ihrer Läuferin/Ihres Läufers ein. Die Erklärung muss bis zum 6. Mai bei der Klassenleitung abgegeben werden. Alle Sponsorengelder werden nach dem Lauf gesammelt und kommen in voller Höhe den oben genannten Projekten zugute. Wir würden uns auch sehr freuen, wenn sich Firmen am Sponsoring beteiligten.
Wir danken allen Läuferinnen und Läufern und ihren Sponsoren schon jetzt ganz herzlich für ihr Engagement.
Liebe Schülerinnen und Schüler, liebe Eltern, liebe Kolleginnen und Kollegen, unser Hilfsprojekt Tamil Nadu und die Aktion Rollis-für-Afrika kann zu einem großartigen Erfolg werden, wenn wir bei den geplanten Aktionen begeistert mitmachen. Das wäre auch für alle ein schönes Gemeinschaftserlebnis.
Heidelberg, 20. April 2005
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|  | Bericht aus Indien über das Tsunami-Hilfsprojekt von Aloious Vaikkathettu hier als pdf. |
 | | Schwester Rose |
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Protokoll der Schulkonferenz am 27.10.2005 - Auszug
Aloious Vaikkathettu berichtete zunächst über seinen Besuch in Tamil Nadu beim katholischen Orden „Sisters of Devine Savior.“ Anfang September. Aloious hat einen sehr guten Eindruck. Die Schwester versorgen Hilfsbedürftige in ihrer Region und betreuen u.a. die Grundschule für Mädchen in Kadiapattinam. Verantwortlich sind Schwester Rose, für Kontakte mit der örtlichen Verwaltung ist Pfarrer Mathew zuständig. Die Schulleiterin, Schwester Jemma, hat eine Liste über Baumaßnahmen und Anschaffungen vorgelegt (insgesamt etwa 9000,00 €). Die Schwestern wussten allerdings nicht, in welcher Höhe eine Unterstützung durch uns möglich wäre; vermutlich ist die Summe besonders bezüglich der Einrichtung sehr vorsichtig kalkuliert.
Langfristiger Kontakt zur Schule ist gewährleistet. Es werden regelmäßig Berichte über die Verwendung der Gelder geschickt.
Für „Tsunami-Hilfsprojekt Südindien“ wurden bei dem Sponsorenlauf am 11.5.2005 und bei der Flohmarktaktion am 30. April 2005 insgesamt 23.700,00 € eingenommen.
Nach intensiver und positiver Diskussion beschloss die Schulkonferenz folgende Verteilung der Gelder:
Zwei Projekte werden unterstützt:
1) 12.000,00 € für die Schule in Tamil Nadu. Auszahlung an „Sisters of the Devine Saviour“
2) 3.700,00 € für „Rollis für Afrika“
Über die Verwendung der restlichen 8.000,00 € wird bei der nächsten Schulkonferenz entschieden. |
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Bericht von Daniela Dalal Juli 2006
Die Schülerinnen und Schüler des Englischen Instituts sammelten im Jahr 2005 Spenden für die Opfer der Tsunami-Katastrophe. Das Geld kommt dem Bau einer Schule in einem südindischen Fischerdorf zugute, das sehr stark von den Folgen der Tsunami-Katastrophe betroffen war und betroffen ist. Unser ehemaliger Schüler Aloious Vaikkathettu (Abitur 2005) hat enge Verbindungen nach Südindien und dank seiner Initiative konnten wir glücklicherweise die Kontakte nach Südiendien knüpfen.
Aloious hat das Dorf in Südindien bereits persönlich besucht und einige Fotos mitgebracht.
Das Fischerdorf heißt Kadiapattanam, etwa 2500 Familien leben dort. Viele Menschen starben dort und in der Umgebung durch die Katastrophe. 36 Fischerdörfer in der nahen Umgebung von Kadiapattanam wurden durch die Welle überschwemmt. In Kadiapattanam gibt es eine Schule, die durch die Welle zerstört wurde.
Nach einigen Überlegungen wurde entschieden, die alte Schule abzureißen und mit dem Spendengeld des Englischen Instituts eine neue Schule aufzubauen. In der Schule werden momentan 390 Mädchen von der 1. bis zur 6. Klasse unterrichtet. Der Unterricht findet während der Bauphase neben dem Bauplatz zum Teil im Freien statt. Viele der Mädchen haben ihre Angehörigen durch die Katastrophe verloren. Insgesamt gibt es 11 Lehrerinnen und eine Schulleiterin Schwester Jemma an dieser Schule. |
|  | Die Schülerinnen und Lehrerinnen sind katholisch. Schwester Rosa aus dem christlichen Orden der „Sisters of the Devine Saviour“ lebt in Südindien und kümmert sich an Ort und Stelle um die Opfer der Tsunami-Katastrophe und hält uns hier in Heidelberg auf dem aktuellen Stand der Entwicklungen des Schulbau-Projekts.
Die Grundpfeiler des Gebäudes stehen bereits, jetzt müssen noch Boden und Dach gebaut werden. In den vergangenen Wochen mussten die Bauarbeiten aufgrund starker Regenfälle leider unterbrochen werden, das Englische Institut wird nun ständig auf dem laufenden gehalten, wie der Bau sich weiter entwickelt.
Der beigefügte Dankesbrief der Schulleiterin, der sich an das Englische Institut richtet, drückt aus, wie dankbar sie, die Lehrerinnen und die Schülerinnen in Indien über die finanzielle Hilfe sind, die ihnen durch das Englische Institut und die großzügigen Spender (Schülerinnen und Schüler und Eltern des Englischen Instituts) zugekommen ist.
Herzlichen Dank an alle, die dieses Projekt unterstützt haben und unterstützen!
Daniela Dalal, Juli 2006 |
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