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|  | Der Bilinguale Zug
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|  | Seit dem Schuljahr 2001/2002 bietet das Englische Institut einen bilingualen Zug an.
Im 8-jährigen Gymnasium kann dieser Zug sowohl im sprachlichen Profil als auch im naturwissenschaftlichen Profil besucht werden. (Sprachenfolge: im naturwissenschaftlichen Profil: Englisch, Französisch; im sprachlichen Profil: Englisch, Französisch, Spanisch)
 | | Unser Ziel: |
Die englische Sprache soll während der Schulzeit auf eine Weise gefördert werden, durch die die Schüler annähernd Zweisprachigkeit erwerben.
Dieses Ziel soll in fließenden Übergängen erreicht werden.
 | | Der Weg: |
Durch einen intensiven sprachlichen Einführungskurs und durch zusätzliche Unterrichtsstunden wird den Schülern für diese besondere Aufgabe mehr Zeit und Lernstoff gegeben. Dazu kommt ein Rahmenprogramm, das Kontakte mit englischen Muttersprachlern, Sprachreisen und Austausch anbietet.
Als Grundsatz gilt „aufgeklärte Einsprachigkeit“, d.h. so viel in der Fremdsprache wie möglich, in der Muttersprache so viel wie unbedingt nötig. Das bedeutet, wenn Hilfe in der Muttersprache erforderlich ist, wird sie gegeben.
 | | Aufbau: |
In der Klasse 5 wird durch zwei zusätzliche Stunden ein intensiver Sprachunterricht erteilt.
In der 6. Klasse wird eine Stunde zusätzlich unterrichtet und es wird schon eine vorbereitende Einführung in den zweisprachigen Sachunterricht gegeben, der ab dem nächsten Schuljahr erfolgt. Im 2. Halbjahr der 6. Klasse können die Schülerinnen und Schüler - auf freiwilliger Basis - einen Cambridge Sprachtest „Flyers“ ablegen, der ihre Fähigkeiten im Verstehen, Schreiben und freien Sprechen belegt.
Ab der 7. Klasse beginnt die Phase des bilingualen Sach-Unterrichtes. In verschiedenen Fachbereichen - Biologie, Geschichte und Geographie, Literatur und Politik - werden die Sachverhalte in der englischen Sprache vermittelt. Die Schüler sollen die Fähigkeit erwerben, ihre Ergebnisse auf Englisch zu präsentieren. Die Fachterminologie wird dabei sowohl in der deutschen als auch in der englischen Sprache vermittelt.
In der 7. Klasse wird Geographie 3-stündig bilingual unterrichtet.
In der 8. Klasse werden Geographie 2-stündig und Geschichte 3-stündig und
In der 9. und 10. Klasse wird Biologie/Naturwissenschaften 3-stündig unterrichtet.
Ebenfalls in der 10. Klasse wird Gemeinschaftskunde/Politik 3-stündig in der englischen Sprache unterrichtet.
In der Oberstufe ist ein Englisch-Kurs Verpflichtung. Angestrebt werden in der Jahrgangsstufe 11 und 12 Sprachprüfungen, die eine wichtige Voraussetzung für den Besuch von amerikanischen und britischen Universitäten (das Cambridge Certificate in Advanced English und TOEFL).
 | | Der Abschluss: |
Die Schülerinnen und Schüler können zwischen dem Erreichen des bilingualen Zertifikats und dem Internationalen Abitur Baden-Württemberg wählen.
Zusätzlich zum Englischkurs muss für das bilinguale Zertifikat Biologie oder ein Seminarkurs auf Englisch belegt werden.
Für das Internationale Abitur Baden-Württemberg ist die Belegung eines vierstündigen Biologiekurses mit schriftlichem Abitur auf Englisch nötig.
Welche Kurse angeboten werden, hängt von der Anzahl der Schüler und deren Wahl ab.
Es werden immer höchstens zwei Fächer gleichzeitig bilingual unterrichtet. Der Inhalt und die Ziele dieser Sachfächer entsprechen dem geltenden Curriculum, der auch für die traditionell unterrichteten Klassen gilt. Bei der Benotung zählt die fachliche Leistung.
 | | Die Entscheidung: |
Bei den Überlegungen, welches Kind für diesen Zug geeignet ist, sollten folgende Überlegungen eine Rolle spielen: |
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- Ist das Kind von der Idee, Englisch zu lernen, begeistert? Hat es in der Grundschule schon Spaß am Englischunterricht gehabt?
- Ist die Mehrbelastung, die dieser Zug im Vergleich zu den anderen Klassen bedeutet, dem Kind angemessen?
- Lernt es gerne und eher leicht? Zu der größeren Anzahl von Unterrichtsstunden kommt noch das Erlernen des Fachvokabulars hinzu.
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|  | Die Entscheidung sollte davon abhängen, ob die Schülerin oder der Schüler gerne und erfolgreich eine etwas größere Lernanforderung auf sich nehmen möchte. Ein Wechsel in eine traditionell unterrichtete Klasse ist prinzipiell möglich, wenn in einer entsprechenden Klasse Platz ist.
 | | Weitere Perspektiven: |
Seit dem Schuljahr 2003/04 wird in der Grundschule ab der 1. Klasse Englisch als 1. Fremdsprache unterrichtet. Dadurch ändert sich die Perspektive für den bilingualen Zug, auch in Bezug auf die 2. Fremdsprache, die in der 6. Klasse beginnt.
Der intensivere Unterricht im bilingualen Zug baut auf dem Vorwissen der Schüler, das vor allem auf der Ebene der Sprech- und Hörfähigkeit erarbeitet wurde, auf. In der 5.und 6. Klasse wird die Basis der sprachlichen und grammatischen Strukturen vermittelt, soweit es der Denk- und Abstraktionsfähigkeit der Schülerinnen und Schülern entspricht. (Nach den neuen Bildungsstandards werden bis Ende der 6. Klasse z. B. alle Zeiten gelehrt.)
Besonders interessant für die bilingualen Schülerinnen und Schüler ist das Anlegen eines Portfolios, in dem die individuelle fremdsprachliche ‚Biographie’ mit besonderen Leistungen und Erfahrungen, wie Projekte, Certificates oder Auslandsaufenthalte, während der ganzen Schulzeit festgehalten wird.
Annette Morsi Fachleiterin Englisch
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