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Ehemaliger Botschafter am E.I.

Süfafrika

Wir freuen uns sehr, dass wir Harald Ganns im Rahmen unseres diesjährigen Mottos „1 Jahr 1 Land: Südafrika“ für einen Vortrag gewinnen konnten. Harald Ganns war von 1998 bis 2000 deutscher Botschafter in Südafrika. Mit dieser Perspektive kann er seine Erlebnisse aus einer Phase Südafrikas nach der Überwindung der Apartheid mit uns teilen.

Was bedeutet es überhaupt, das Land, aus dem man selbst stammt, im Auswärtigen Dienst zu vertreten? Da kann Harald Ganns auf einen großen Erfahrungsschatz zurückblicken. Als er 1998 seine Tätigkeit in Südafrika aufnahm, hatte er bereits eine lange diplomatische Karriere in unterschiedlichen afrikanischen Ländern hinter sich. Nach einem Lehramtsstudium und dem Vorbereitungsdienst für den Höheren Auswärtigen Dienst war er deutscher Botschafter in Niger, Kamerun, Äquatorial-Guinea, Namibia und schließlich parallel zu Südafrika in Lesotho.

Wir freuen uns entsprechend, Erfahrungen aus einem bewegten Leben als Diplomat nacherleben zu dürfen und sind besonders gespannt darauf zu erfahren, wie Harald Ganns seine beruflichen Tätigkeiten mit seinen großen Leidenschaften Fußball und Musik in Afrika verbinden konnte.

Europatag am Englischen Institut

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Stell dir vor, es ist Europatag – und keiner bekommt es mit? Nicht in diesem Jahr! Am 9. Mai, am offiziellen Europatag, nahm der Leistungskurs Gemeinschaftskunde der K1 unter der Leitung von Frau Rose-Zimmermann auf Einladung des Oberbürgermeisters an der EU-Debatte zum Thema „Soll sich die Europäische Union von einer Friedensmacht zu einer Militärmacht entwickeln?“ teil. Angeleitet vom Debattierclub Heidelberg, lernten die Schüler*innen das Debattenformat und den Aufbau eines überzeugenden Arguments kennen.

Am Tag darauf folgten dann weitere Aktionen innerhalb einzelner Klassen und für die gesamte Schulgemeinschaft. So nahm die 10d im Rahmen ihres bilingualen Gemeinschaftskunde-Unterrichts an einem live gespielten Online Quiz im Wettkampf mit einer Schulklasse aus Uelzen teil. Zwanzig teilweise kniffelige Fragen galt es unter Zeitdruck richtig zu beantworten. In kurzen Videos wurden anschließend die richtigen Antworten präsentiert. Nachdem das E.I. eine Weile vorn lag, endete das Quiz unentschieden. So wanderten beide Klassen in den Gewinner-Lostopf. Mitte August werden die Preisträger gezogen. Angeboten wurde das englischsprachige Quiz für Schulen in ganz Europa vom Verein „Bürger für Europa“ in Zusammenarbeit mit dem Auswärtigen Amt.

Den sichtbarsten Beitrag am Europatag lieferten Maggie Schumann und Hannah Beß aus der 11c. Im Haupteingang gestalteten die beiden im Rahmen einer GFS die Stellwände mit einer Posterpräsentation über die Europäischen Union, den Gründungsvätern und EU-Pionierinnen, sowie den aktuellen Entwicklungszielen. Während der großen Pausen konnten Mittel- und Oberstufenschüler*innen einen Quizzettel zur Posterpräsentation ausfüllen. Die Unterstufenklassen hatten die Aufgabe, auf Europakarten die EU-Mitgliedsstaaten richtig zu kennzeichnen. Für einen korrekt ausgefüllten Zettel erhielten die Schüler*innen ein Mini-EU-Puzzle als Geschenk.

In der 11c fand der Europatag dann mit dem Besuch des ehemaligen SPD-Bundestagsabgeordneten Lothar Binding ein Ende. Spannend und anschaulich erläuterte Herr Binding die Abläufe einer Sitzungswoche und an welchen Stellen die EU eine Rolle spielt. Die Schüler*innen stellten Herrn Binding auch Fragen zum Krieg Russlands gegen die Ukraine. Binding verwies auf die Rede Putins 2001 vor dem Bundestag, die er damals als Abgeordneter im Plenarsaal gehört hatte und die ein friedliches Zusammenleben in Europa in Aussicht stellte. Zwar sei eine Verschlechterung des Verhältnisses Russlands zu den westlich orientierten Staaten Europas schon länger spürbar gewesen. Der jetzige Angriffskrieg habe ihn aber ebenso wie viele Experten überrascht.

Umso wichtiger ist es, die EU auch als Friedensprojekt zu begreifen, mit vielen Möglichkeiten des Austausches in den Bereichen Kultur, Bildung und Arbeit. Maggie und Hannah haben sich in den vergangenen Monaten als EU-Lotsinnen ausbilden lassen und werden in der Sommer-E.I-on-Tour-Woche die K1-Schüler*innen über Projekte und Programme informieren.


Erklärungen zu den Bildern:

Bild 1 - Schüler*innen des K1-Leistungsfachs Gemeinschaftskunde bereiten sich im Sitzungssaal des Heidelberger Rathauses auf die EU-Debatte vor.

Bild 2 - Die Klasse 10d spielt ein Online Quiz gegen eine Klasse aus Uelzen.

Bild 3 - Gedränge bei der Abgabe der Quizzettel und Europakarten am Stand mit der Posterpräsentation.

Bild 4: Lothar Binding zu Besuch in der Klasse 11c mit den beiden EU-Lotsinnen Hannah Beß und Maggie Schumann

Bild 5: Lothar Binding und die Gewinner des EU-Quizzes

Seminarkurs "Transforming our World"

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Am Dienstag, den 26. April, unternahm der Seminarkurs „Transforming Our World“ eine Fahrrad-Exkursion mit Frau Anne Kaltenbach vom Radentscheid Heidelberg. 

Wir starteten am Nachmittag an der Schule und fuhren mit unseren Fahrrädern gemeinsam zur ersten Station, dem Heidelberger Hauptbahnhof. Radelnd verschafften wir uns eigene Eindrücke und erlebten etliche Schwierigkeiten in Verbindung mit nachhaltiger Mobilität selbst. Im Zuge unserer gemeinsamen Unternehmung peilten wir im Laufe des Nachmittags mehrere unterschiedliche Stationen innerhalb Heidelbergs an, an denen wir über die jeweiligen Problempunkte hinsichtlich des Fahrradverkehrs sprachen.

Insgesamt formuliert der Radentscheid acht Forderungen an die Stadt Heidelberg, um den Alltag der Fahrradfahrer sicherer zu gestalten und diese Fortbewegungsart für weitere Bürger attraktiv zu machen. Diese kann man online nachlesen unter Unsere Forderungen - Radentscheid Heidelberg, ein Projekt von Fahrrad & Familie e.V. (radentscheid-heidelberg.de).

Der Seminarkurs bedankt sich bei Frau Kaltenbach für den interessanten und informativen Nachmittag.

Philipp Schnabel, K1

Woche gegen Rassismus und für Courage

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“Ausgrenzung”, “Diskriminierung“, „Intoleranz“, daneben eben auch die Themen „Offenheit“, „Gleichheit“, „Antirassismus“ und „Einbindung“ standen auch dieses Jahr wieder in der „Woche gegen Rassismus und für Courage“ in unserer Schule im Mittelpunkt.
In vielen kleinen und großen Aktionen – wie immer im Vorfeld organisiert von einer Gruppe von SMV-Schüler*innen - wurden in verschiedensten unterrichtlichen Zusammenhängen die vielfältigen Themenansätze aufgegriffen, diskutiert und dabei immer wieder auch nach Lösungen gesucht. Angesichts der momentanen politischen Situation und dem Eintreffen der ersten Schüler*innen aus der Ukraine in den letzten Tagen bot sich in vielen Fällen eine Aktualisierung immer wieder an.
Hier nun einige Beispiele zur Themenarbeit im Unterricht:
Im Religionsunterricht der 5., 6. und 7. Klassen wurde das Thema „Alltagsrassismus“ bearbeitet. Dazu diente eine Sketch-Serie für Kinder (Link s. u. 1) als Einstieg. Thematisiert wurden hierbei Beispiele von Rassismus aus dem Alltag und dabei Strategien entwickelt, wie sich Schüler*innen dagegen wehren und wie man dagegen vorgehen kann. Einen ähnlichen thematischen Ansatz verfolgte die Analyse des Liedtextes „Fremd im eigenen Land“ der Heidelberger  Hip-Hop-Gruppe „Advanced Chemistry“ in Religionsgruppen der Klassen 9 und 11 (Link s. u. 2).
Im Geschichts- bzw. Lateinunterricht der Klassen 9 und 11 wurde am Beispiel des heute weitgehend unbekannten schrecklichen Phänomen der „Menschenzoos“ (Link s. u. 3), die in der ersten Hälfte des letzten Jahrhunderts populär waren, unter anderem die Themen „Ausbeutung“, „Überlegenheitsgefühl“ und „vorgegebene gesellschaftliche Rollenmuster“ bearbeitet.
Im Geschichtsunterricht wurde der Film Dokumentarfilm „Near Normal Man“, der das Schicksal des Holocaust-Überlebenden Ben Stern schildert, besprochen. In diesem Zusammenhang gab es dann eine große Videokonferenz mit Charlene, Bens Tochter, die den Film inspiriert und gedreht hat. Sie hat dabei viele Fragen zu Bens, aber auch ihrem eigenen Schicksal sehr persönlich beantwortet und so oft tiefe Betroffenheit und ausgeprägtes Nachdenken ausgelöst.
Eine Verbindung zwischen den Themen der „Woche gegen Rassismus und für Courage“ und unserem Projekt „Ein Jahr-ein Land“, das dieses Jahr Südafrika im Fokus hat, wurde durch die Arbeit eines K1-Englischkurses hergestellt. Hier wurden die sehr umfangreichen, jährlichen „South African Reconciliation Barometer (SARB)“ durchgearbeitet und ausgewertet. Dabei wurde der Frage nachgegangen, wie es mehr als 25 Jahre nach dem Ende der Apartheid im Regenbogenstaat Südafrika um das Thema steht. Der SARB ist eine vom „Institut für Gerechtigkeit und Versöhnung (IJR)“( Link s. u. 4) herausgegebene demoskopische Erhebung zum gesellschaftlichen Zusammenhalt in Südafrika, und ist im Jahr 2000 aus der Arbeit der Wahrheits- und Versöhnungskommission hervorgegangen. Die Schüler*Innen haben die letzten acht Ausgaben des SARB zusammengefasst, auf Plakaten präsentiert, die im Schulhaus ausgestellt sind, und jeweils ein Podcast zu jeder Ausgabe erstellt.
Einer Schülerin eines Physikkurs ist aufgefallen, dass in der Liste bedeutender Physiker kaum Frauen vertreten sind. Dazu wurde nun genauer recherchiert und eine Liste von sehr bekannten Physikerinnen herausgearbeitet, die mit ihren bahnbrechenden Erfindungen viel zur Entwicklung der modernen Physik beigetragen haben (Link s. u. 5). Zwei weitere Gruppen nahmen sich des Themas „Deutsche Physik“ an: Philipp Lenard, der über einen langen Zeitraum im Streit mit Albert Einstein lag, hat den Versuch unternommen, ein „arisches Physikwerk“ zu schreiben, das völlig auf die wichtigen, auf jüdische Wissenschaftler zurückgehenden Erkenntnisse verzichtet und legten damit die riesigen, verantwortungslosen Lücken in solchen von einer Ideologie bestimmten Lehrwerke offen.
Viele Planungen für Aktionen der gesamten Schule bzw. Projekte außerhalb des Unterrichts fielen leider wieder den aktuellen Coronabestimmungen zum Opfer. Doch die wenigen oben genannten Beispiele zeigen, dass die Ansätze trotzdem vielfältig waren und die Arbeit in den einzelnen Klassen und Kursen unseren Schüler*innen viele neue Aspekte und Anwendungsmöglichkeiten geboten hat

Dietmar Schmid

1:  https://www.kika.de/moooment/sendungen/rassismusfreie-schule-100.html

2: https://www.youtube.com/watch?v=iL6tzhvF8_c

3: https://www.youtube.com/watch?v=pF60KQe2qNs

4:  https://www.ijr.org.za/

5:https://www.dpg-physik.de/veroeffentlichungen/publikationen/lise-meitner

Spendenaktion Ukraine

SchülerSpendensammelraum am E.I.Schüler*innen vom E.I. bei der Abgabe der SpendenSchüler*innen vom E.I. bei der Abgabe der SpendenSchülerSchüler*innen der Heidelberger Gymnasien bei der Abgabe der Spenden

Große Spendenaktion für die Menschen in der Ukraine

Das Schicksal der Ukraine und der Menschen, die dort leben (müssen), berührt uns alle sehr. Das Thema wurde in verschiedenen Zusammenhängen im Unterricht an- und durchgesprochen, um so den Fragen, Sorgen und möglicherweise auch Ängsten der Schüler*innen Rechnung zu tragen und die Aktualität der Ereignisse immer wieder ins Blickfeld zu rücken.
In den Faschingsferien kam dann die Initiative von Malte Sommerburg, (K2, im Team der Oberstufensprecher*innen), der meinte: „Da müssen wir was tun, da müssen wir helfen!“. Aus diesem Anstoß heraus entstand spontan und ganz schnell perfekt organisiert eine Spendenaktion von verschiedenen Heidelberger Gymnasien (u. a. Hölderlin-, Bunsen-, St.Raphael-Gymnasium), die ihren Ursprung im E.I. hatte und die letzte Woche auch an unserer Schule durchgeführt wurde.
Das Team der SMV setzte sich mit der „Deutsch-Ukrainischen-Gesellschaft Rhein-Neckar e.V.“ in Verbindung, um aus erster Hand zu erfahren, was aktuell dringend in der Ukraine benötigt wird und um sicherzustellen, dass die Spenden auch dort angekommen, wo sie am dringendsten gebraucht werden. Daraus wurde eine Liste von möglichen Sachspenden erstellt. Darüber hinaus wurden Spendenkonten eingerichtet und alle Infos in einem Eltern- und Kolleg*innenbrief zusammengefasst. Außerdem mussten noch viele organisatorisch wichtige Kleinigkeiten bedacht und geregelt werden.
Letzte Woche wurden dann jeweils in den großen Pausen und unter penibler Einhaltung der Corona-Bestimmungen die Spenden eingesammelt und in einem extra dafür freigehaltenen, leicht zugänglichen Klassenzimmer gelagert. Am Ende der Woche wurde alles dank der aktiven Mithilfe von etlichen Schüler*innen sortiert, gepackt und dann zur zentralen Sammelstelle der „Deutsch-Ukrainischen-Gesellschaft“ gebracht.
Insgesamt kam eine sehr ansehnliche Menge an Sachspenden und mehrere Tausend Euro an Geldspenden zusammen. Dies zeigt die große Hilfsbereitschaft der ganzen Schulgemeinschaft.
Vielen Dank für diese tolle Aktion.

Dietmar Schmid

 

Hier der Bericht der Rhein-Neckar-Zeitung über unsere Aktion:

RNZ vom 04.04.2022

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