Abbild und Idee in Stillleben und Landschaft

Die Schüler*innen des 5-stündigen Kunstkurses der Kursstufe 2 gestalten, inspiriert von Wolfgang Tillmans, eine Wand im Treppenhaus

Ein ganzes Schuljahr lang hat sich der 5-stündige Kunstkurs der aktuellen Kursstufe 2 nun mit dem neuen Schwerpunktthema „Abbild und Idee in Stillleben und Landschaft“ beschäftigt. Dabei sind im Rahmen von Übungs- und Experimentierphasen, bei einem Ausflug in den Heidelberger Wald sowie in Eigenarbeit während der Sommerferien zahlreiche Arbeiten entstanden: fertige Bilder, an denen ausgiebig gearbeitet wurde, schnelle Bleistiftskizzen, Studien in Aquarell bzw. Acryl, sowie zahlreiche Fotografien.

Die große Wand im zweiten Obergeschoss des Treppenhauses zeigt eine Auswahl dieser Arbeiten, und zwar in einer von dem zeitgenössischen Fotokünstler Wolfgang Tillmans inspirierten Art der Hängung. Der Künstler, der im Rahmen des Schwerpunktthemas im Unterricht behandelt wurde, zeigt  seine Arbeiten nicht wie sonst im Museum üblich auf gleicher Höhe in Glasrahmen. Er kombiniert extrem unterschiedliche Bilder: große und kleine Bilder, Stillleben, Landschaften und Abstraktes, künstlerische Arbeiten, jedoch auch Gefundenes, wie Postkarten oder Zeitschriftenseiten – alles wandert und wuchert scheinbar anarchisch über die Wände. Der Betrachter ist dabei selbst dazu eingeladen, Bezüge zwischen den Bildern herzustellen. Auch dadurch, dass Tillmans seine Arbeiten nicht hinter distanzschaffenden, reflektierenden Glasrahmen verschließt, schafft er eine direktere Verbindung zum Betrachter.

Wir, der 5-stündige Kunstkurs, bestehend aus Gesine Lüthgens, Jonas Schappelwein, Linus Martin Hübner, Ruby Seeger und Sophia Meißner sowie Frau Schwab, laden Sie und euch dazu ein, unsere selbst gestaltete Wand mit den verschiedenen Arbeiten vor Ort in der Schule zu betrachten.

„Als Künstler bin ich nicht an singulären Interpretationen interessiert, sondern ich möchte Vernetzungen von Bildern und Bedeutungen herstellen, um die Komplexität der Subjekte wiederzugeben“ Wolfgang Tillmans, 1995