Medienbildung

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Medienbildung am E.I.

Mittlerweile ist das Buzzword “Digitalisierung” in aller Munde, auch im schulischen Kontext. Was das genau ist bzw. was sie mit unserer Gesellschaft macht, ist gar nicht so einfach zu erfassen – es ist nicht nur kompliziert, es ist sogar (stetig ansteigend) komplex.

Erstens führen bezahlbare Smartphones und Datentarife dazu, dass „das Internet“ in all unseren Lebenslagen präsent ist (auch wenn wir in Deutschland von der Netzabdeckung im internationalen Vergleich ziemlich hinterherhinken). Jeder kann von überall auf alle Informationen zugreifen. Bei der Fülle an Informationen sind ein guter Informationsfilter sowie eine hohe Bewertungskompetenz nötig. Wir möchten unsere Schülerinnen und Schüler beim Aufbau dieser unterstützen.

Zweitens sind wir ständig erreichbar, ob über Instant Messenger Dienste oder in sozialen Netzwerken. Die verwendeten Dienste ändern sich zwar ständig, aber sie alle reißen das ehemals geschlossene Lernsilo Schule ein. Wir stellen hier Fragen wie: Wer kontrolliert eine Klassengruppe in WhatsApp? Was passiert mit all den Daten, die wir über Plattformen teilen? Verpasse ich etwas, wenn ich mein Gerät einmal beiseitelege? Und wie bereiten wir uns auf eine vernetzte Zukunft vor, in der gemeinsam, oft über lange Distanzen, online gearbeitet und kommuniziert wird?

Drittens haben sich durch diese Vernetzung von Menschen technologische, ökonomische und gesellschaftliche Entwicklungen stark beschleunigt. Die Welt von heute ist weit empfindlicher gegenüber Störungen als gestern und Digitalisierung ist kein Prozess, der irgendwann ein Ende finden wird. Damit sind Unsicherheiten gewachsen, nicht nur auf dem Arbeitsmarkt, auf den so oft verwiesen wird. Wie bereiten wir auf diese ungewisse Zukunft vor, von der wir Dank künstlicher Intelligenz, Big Data, offener Daten der Verwaltung, neuer Technologien wie einer Blockchain etc. nur wenig wissen können?

Unser Verständnis von Medienbildung

Uns geht es nicht darum, die jungen Menschen mit Technik zu bespaßen, das können sie selbst am besten. Aber Technikeinsatz ist notwendig, um überhaupt gewisse Dinge im wahrsten Sinne des Wortes zu begreifen. Uns geht es um den Schutz der Kinder und Jugendlichen vor schädlichen Einflüssen durch die Medien. Dabei stehen bei den Jüngeren Prävention und in der Mittelstufe Reflexion im Fokus; und wenn es sein muss, gibt es auch Intervention. Wichtig ist uns hierbei, eng mit unseren Eltern zusammenzuarbeiten. Neben der Vermittlung von zielgerichtetem Nutzen neuer Medien, sprich dem Anwenderwissen, liegt uns die digitale Mündigkeit unserer Schülerinnen und Schüler am Herzen. Dies bedeutet auch, sich kreativ mit Technik ausdrücken zu können und den Mut zu haben, unsere Zukunft aktiv mitzugestalten.

Elemente von Medienbildung am E.I.

  • Grundlage unserer Arbeit ist der Bildungsplan Baden-Württemberg, der eine explizite Leitperspektive Medienbildung ausweist.
  • Neben vielen verschiedenen Bausteinen in allen Stufen und Fächern unterrichten wir in Klasse 5 den Basiskurs Medienbildung. Dieser bringt unsere Schülerinnen und Schüler auf einen einheitlichen Stand im Umgang mit digitalen Medien. Den Link zum Basiskurs findet man hier. Unsere Medienscouts sind dabei Teil des Unterrichts und besuchen diese Klassenstufe.
  • In Klasse 7 unterrichten wir das neue Fach Informatik nicht, weil wir es jetzt müssen, sondern weil wir Spaß daran haben, mit Innovationen wie der Calliope Mini gemeinsam mit den Schülerinnen und Schülern neue Möglichkeiten zu entdecken.
  • In Klasse 8 gibt es die Medientage, bei denen sich die Schülerinnen und Schüler mit Technologien wie 3D-Druck, Lasercutting, Mikrocontrollern und außerschulischen Lernorten wie einem Makerspace vertraut machen können. Zudem können sie kreativ Medien einsetzen, bspw. bei der Erstellung eines Stop Motion Films.
  • Weiterführende Informationen finden Sie außerdem hier.

Steffen Haschler